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Lernort Beethoven-Haus
Mit dem "Projekt Beethoven-Haus" setzt das Bonner Abendgymnasium und Kolleg WbK Bonn seine vor zwei Jahren begonnene Zusammenarbeit mit einer kulturellen Institution als "außerschulischem Lernort" fort. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden des Abendgymnasiums/Kollegs in und durch das Beethoven-Haus zu führen und sie somit in direkten Kontakt mit dem Umfeld klassischer Musik zu bringen. Hierfür arbeiteten Studierende der höheren Semester Führungen für ihre Kommilitonen der jüngeren Semester aus.
Zwanzig Studierende der höheren Semester hatten sich für die Teilnahme am Projekt gemeldet. Sie nahmen hierfür zunächst an einer Führung durch das Beethoven-Haus teil und entwickelten anschließend im Austausch mit ihren beiden Lehrerinnen sowie den Mitarbeiterinnen des Beethoven-Hauses bestimmte thematische Schwerpunkte, die als roter Faden die eigene Führung durch das Museum durchziehen sollten. Fünf Kleingruppen entschieden sich für jeweils zwei Themenschwerpunkte: Beethovens Gönner und Beethovens politische Einstellung, Beethovens Instrumente und seine Gehörlosigkeit, Beethovens Jugend und sein Alltag sowie Beethoven als Familienmensch und sein Aussehen.
Jeder Gruppe wurden Mentorinnen aus dem Beethoven-Haus zugeteilt.
Für die Ausarbeitung ihrer Führungen besuchten die (Mitglieder) der einzelnen Gruppen erneut das Beethoven-Haus, auch mit Audioguide, nutzten die Informationen, die das Beethoven-Haus im Internet bereit stellt und orientierten sich in der Bibliothek des Beethoven-Hauses mithilfe einer für sie zusammengestellten Literaturliste.
Gut vorbereitet hielt jede Gruppe dann am 22. Januar vor ihrer Mentorin eine "Generalprobe" ihrer ausgearbeiteten Führung ab.
Am 26. und 27. Januar führten die Studierenden dann an die 100 Kommilitonen der jüngeren Semester in mehreren Gruppen eigenständig durch das Beethoven-Haus.
Die Führungen stützen sich zwar auf Objekte, die die gewählten thematischen Schwerpunkte illustrieren, behandelten aber auch andere für Beethovens Biographie relevante Ausstellungsobjekte und ergeben so einen ziemlich umfassenden Einblick in Beethovens Leben. Jede Gruppe schloss ihre Führung mit einem Musikstück von Beethoven ab.
"Vor Beginn des Projekts waren mir die Person Beethoven und sein Schaffen nahezu unbekannt", resümiert Christoph. Im Laufe des Projekts "ist es uns, so denke ich, gelungen einen gewissen Wissensschatz über den großen Sohn unserer Stadt zu erwerben." Und auch an die Musik, mit der er nach dem ersten Hören noch nichts anfangen konnte, hatten Christoph und seine Kommilitonen sich nach einigen Malen bereits gewöhnt.
Auch die Reaktionen der "geführten" Studierenden waren durchweg positiv bis begeistert.
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