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"On entendra bientôt l'Héroïque de Beethoven": Beethoven-Aufführungspraxis und Rezeption im Großherzogtum Luxemburg im 19. Jahrhundert
| Beginn: | | 2004 | | Laufzeit: | | 3 Jahre | | Ansprechpartner: | | Marc Jeck | | Adresse: | | mjeck@univ-nancy2.fr | | | Es gibt eine rege Beethoven-Aufführungspraxis in Luxemburg, das seit 1815 als eigenständiger und neutraler Staat zwischen Frankreich und Deutschland eine "Sandwichstellung" eingenommen hat. Zwar war Luxemburg im deutschen Zollverein (1842-1918) und wurde vom holländischen König (bis 1890) als niederländische Provinz betrachtet, und dennoch waren die französischen wie deutschen Einflüsse - auch im Bereich der Musik - sehr ausgeprägt. Sehr früh findet man Spuren von Aufführungen der Beethoven-Symphonien (obwohl es eine institutionelle Orchesterstruktur erst seit 1933 mit dem RTL-Orchester gab). Besonders auffallend ist die Zahl der kammermusikalischen Aufführungen der Beethoven-Quartette, die im 19. Jahrhundert fleissig und regelmässig von Musikliebhabern gespielt wurden. "Christus am Ölberge" wurde wahrscheinlich 1849 zum 1. Mal aufgeführt und bereits 1835-39 auch "Fidelio". Um die Jahrhundertwende wurde Beethoven triumphierend gespielt und aufgenommen.
Die Beethovensche Tradition griff dann 1933 das neugeschaffene RTL-Orchester auf. Beethoven-Symphonien "made in Luxembourg" wurden in ganz Europa bis nach Amerika gefeiert. 1952 wurde die Neunte in Amerika ausgestrahlt: Die amerikanischen Kritiker behaupteten die Aufführung durch das luxemburgische Rundfunkorchester sei besser als Toscaninis Einspielung der 9. Symphonie mit dem NBC. - Beethoven hat eine lange Tradition in Luxemburg - im symphonischen und kammermusikalischen Bereich.
Ziel der Arbeit ist, die Beethoven-Landschaft in Luxemburg zu erfassen und zu verstehen. Nicht uninteressant sind die Ausführenden selbst, die sich Beethoven zu eigen machten. Besonders das gebildete Bürgertum förderte Beethovensche Quartette. |
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