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Ludwig van Beethoven, Konzert für Violine und Orchester (D-Dur) op. 61, Fassung für Klavier, Kadenz mit Pauken zum ersten Satz, mit separater Paukenstimme, Stimmen, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 20

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Wissenswertes
Kadenz für Klavier und Pauke

Auf Anregung des Londoner Verlegers Muzio Clementi arbeitete Beethoven sein Violinkonzert op. 61 um zu einer Fassung für Klavier und Orchester. Die Klavierbearbeitung erschien im August 1808. Während von der Bearbeitung kein Autograph überliefert ist, besitzen wir noch originale Kadenzen von Beethovens Hand für dieses Konzert. Hier abgebildet ist die Kadenz zum ersten Satz. Sie ist nicht nur ihrer Länge wegen - zwölf handgeschriebene Seiten! - ungewöhnlich. Der Klavierstimme liegt ein zweites Manuskript, eine extra geschriebene Paukenstimme bei. Eine Begleitstimme zu einer Kadenz? Da sollte doch eigentlich einzig der Solist seine Virtuosität vorführen. Dem Soloklavier ausgerechnet eine Pauke beizustellen, ist singulär in der Klavierliteratur. Schon zu Beginn des Konzerts hat die Pauke eine herausragende Rolle: mit vier Schlägen eröffnet sie solistisch das Geschehen. Vielleicht wollte Beethoven diese Rolle in der Kadenz noch einmal festigen und bestärken.

Wie die Kadenzen zu den Klavierkonzerten, so gehörte auch die vorliegende Kadenz der Bearbeitung des Violinkonzerts einstmals zur Musikbibliothek Erzherzog Rudolphs, deren Signatur "Beethoven 102" sie trägt. (J.R.)

Bibliothekarische Erschließung

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