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Konzert für Violine und Orchester (D-Dur) op. 61

Hörproben
1. Allegro ma non troppo (365 kB)
2. Larghetto (365 kB)
3. Rondo. Allegro (365 kB)
1. Fassung für Klavier und Orchester: Allegro ma non troppo (365 kB)
2. Fassung für Klavier und Orchester: Larghetto (365 kB)
3. Fassung für Klavier und Orchester: Rondo. Allegro (365 kB)

Entstehung
November / Dezember 1806, Um- und Überarbeitung Ende April / Anfang Mai 1807
Stephan von Breuning gewidmet

Beethovens Violinkonzert ist nicht sein erstes Werk für Solovioline und Orchester. Ihm gehen schon ein frühes Konzert (WoO 5), das nur im Fragment erhalten ist, und die beiden Romanzen op. 40 und 50 voraus.

Das einzige vollendete Violinkonzert entstand in den beiden letzten Monaten des Jahres 1806. Das Konzert entstand speziell für einen Virtuosen: Beethoven komponierte es für die Akademie des Geigers Franz Clement am 23. Dezember 1806. Das Konzert entstand sehr kurzfristig und Thayer berichtet, Clement habe es "ohne vorherige Probe" vom Blatt gespielt. Nach der Uraufführung hat Beethoven den Solopart jedoch noch einmal überarbeitet: im Autograph unterscheiden sich deutlich ein erstes Stadium von der Schicht der Umarbeitung.

Ende April 1807 nahm sich Beethoven das Konzert ein weiteres Mal vor. Er hatte am 20. April 1807 etliche Werke, darunter auch das Violinkonzert, an den Londoner Verleger und Pianisten Muzio Clementi verkauft. Clementi brachte nicht nur das eigentliche Violinkonzert heraus, sondern regte auch eine Bearbeitung für Klavier und Orchester an. Im Zuge der Klavierübertragung überarbeitete Beethoven in den Monaten Mai bis Juni 1807 auch den Part der Solovioline ein weiteres Mal. Diese letztgültige Fassung der Violinstimme ist die heute bekannte und aufgeführte Version. Im Druck erschien übrigens die Fassung für Klavier und Orchester mindestens ein halbes Jahr vor dem "Original" für Violine und Orchester. (J.R.)

Musikhandschriften
Autograph, op. 61, Fassung für Klavier, Kadenz mit Pauken zum ersten Satz, mit separater Paukenstimme, Stimmen
Autograph, op. 61, Fassung für Klavier, Überleitung zum dritten Satz
Autograph, op. 61, Fassung für Klavier, Überleitung zum Thema im dritten Satz

Erstausgaben
Originalausgabe, op. 61, Fassung für Klavier, Direktionsstimme, Bureau des Arts et d'Industrie, 583
Originalausgabe, op. 61, Stimmen, Bureau des Arts et d'Industrie, 583
Erstausgabe, op. 15, op. 19, op. 37, op. 58 und op. 61, Kadenzen und WoO 58 zu Mozart KV 466, Breitkopf und Härtel, 70
Titelauflage, op. 61, Stimmen, Haslinger, 4022, 4032; Teilscan
Titelauflage, op. 61, Fassung für Klavier, Direktionsstimme, Haslinger, 4032; Teilscan
Titelauflage, op. 61, Fassung für Klavier, Direktionsstimme, Haslinger, 4032; Teilscan
Titelauflage, op. 61, Fassung für Klavier, Partitur, Richault, 7808
Titelauflage, op. 61, Fassung für Klavier, Direktionsstimme, Steiner, 4032; Teilscan

Weitere Musikdrucke (bibliographische Angaben)

Schriftdokumente
Brief an Nikolaus Simrock in Bonn, Wien, 26. April 1807
Brief an Ignaz und Camille Pleyel in Paris, Wien, 26. April 1807
Brief an Charles Neate, Wien, Ende Januar/Anfang Februar 1816
Brief an Ferdinand Ries in London, Wien, 11. Juni 1816

Bilder
Stephan von Breuning (1774-1827) - Reproduktion einer Gerhard von Kügelgen zugeschriebenen Miniatur, 1907
Christoph von Breuning (1773-1841) und Stephan von Breuning (1774-1827) - Fotografie zweier Miniaturen von Gerhard von Kügelgen, um 1920?
Stephan von Breuning (1774-1827) mit seiner Familie - Fotografie nach einem anonymen Aquarell, um 1920
Stephan von Breuning (1774-1827) - Fotografie nach einer anonymen Lithographie des 19. Jahrhunderts, um 1925?

Literatur (bibliographische Angaben)

Weiterführende Literatur im Volltext
H.-W. Küthen, Wer schrieb den Endtext des Violinenkonzerts op. 61 von Beethoven : Franz Alexander Pössinger als letzte Instanz für den Komponisten, Bonner Beethoven-Studien 4, 2005

Handschriftliche Quellen in anderen Bibliotheken
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Großbritannien, London: The British Library
USA, Washington (D.C.): The Library of Congress
Österreich, Wien: Österreichische Nationalbibliothek

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E-Mail: bibliothek@beethoven-haus-bonn.de