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Sinfonie Nr. 5 (c-Moll) op. 67

Hörproben
1. Allegro con brio (365 kB)
2. Andante con moto (365 kB)
3. Allegro (365 kB)
4. Allegro (365 kB)

Entstehung
Anfang 1804 bis März 1808
Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz und Andreas Kyrillowitsch Graf Rasumowsky gewidmet

"So pocht das Schicksal an die Pforte!", soll Beethoven ungestüm das Thema seiner 5. Sinfonie charakterisiert haben - dieser unsäglichen Anekdote verdankt die c-Moll-Sinfonie ihren Beinamen "Schicksalssinfonie". Die Authentizität dieses Ausspruchs darf jedoch getrost angezweifelt werden, stammt er doch, wie viele der schönsten, anrührendsten, heldenhaftesten Erzählungen dieses Kalibers aus der Feder Anton Schindlers, eines frühen Beethoven-Biographen. Schindler kannte Beethoven in dessen letzten Lebensjahren und versuchte, vom Ruhm des Meisters zu profitieren, in dem er sich zum einzig authentischen Berichterstatter über Beethovens Leben aufschwang und selbst von Begebenheiten Zeugnis gab, die er unmöglich miterlebt haben konnte.

Erste Ideen zur 5. Sinfonie notierte sich Beethoven schon im Herbst 1803. Er plante eine Paris-Reise, auf die er diese neue Sinfonie mitnehmen und aufführen wollte. Als die Reise sich zerschlug, stellte er wohl auch die Sinfonie erst einmal zurück.

Die Hauptarbeit an der 5. Sinfonie leistete Beethoven zwischen Frühjahr 1807 und Anfang 1808, parallel mit einigen anderen Werken wie der 6. Sinfonie und der Cellosonate op. 69. Im März 1808 fertigte Beethoven sein (Arbeits-)Autograph der vollständigen Partitur an. Die 5. und 6. Sinfonie wurden zusammen dem Verleger Härtel verkauft, der beide im September 1808 bei einem Wienbesuch in Abschrift in Empfang nahm. Auch ihre Uraufführung erlebten beiden Sinfonien im Doppelpack, bei Beethovens Akademie im Dezember 1808 im Theater an der Wien. (J.R.)

Musikhandschriften
Überprüfte Abschrift, Fotografie, Fragment, op. 67, Partitur

Erstausgaben
Originalausgabe, op. 67, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1329
Originalausgabe, op. 67, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1329
Erstausgabe, op. 67, Partitur, Breitkopf und Härtel, 4302
Titelauflage, op. 67, Partitur, Breitkopf und Härtel, 4302; Teilscan
Titelauflage, op. 67, Partitur, Breitkopf und Härtel, 4302; Teilscan

Musikdrucke (bibliographische Angaben)

Schriftdokumente
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 8. Juni 1808
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Heiligenstadt, Ende Juli 1808
Billet an Gottfried Christoph Härtel, Heiligenstadt, kurz nach dem 14. September 1808
Eigentumsbestätigung für Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 14. September 1808
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 4. März 1809
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 28. März 1809
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 22. November 1809
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Baden, 21. August 1810
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 15. Oktober 1810

Bilder
Fürst Andreas Rasumowsky (1752-1836) - Reproduktion einer Lithographie von Josef Lanzedelly (der Ältere), 2. Hälfte 19. Jahrhundert?
Ludwig van Beethoven mit der Partitur seiner 5. Sinfonie - Ölgemälde von Julius Schrader, 1862
Graf Andreas Rasumowsky (1752-1836) - Fotografie eines Gemäldes von Ferdinand Waldmüller, um 1906
"Die neun Symphonien grüßen ihren sterbenden Schöpfer, Sir Herbert Beerbohm Tree als Beethoven bei der Aufführung des gleichnamigen Dramas in London" - Reproduktion einer Zeichnung von Fred Pegram, 1909 ?
Graf Andreas Rasumowsky (1752-1836) - Fotografie einer Lithographie von Josef Lanzedelly, um 1910?
Beethoven-Büste - Nachguß einer Plastik von Albert Küppers, 1921
Ludwig van Beethoven, mit Notenzeile der 5. Sinfonie - Reproduktion eines Gemäldes von Lazar Binenbaum, um 1925
Beethoven-Kopf, mit Notenzeile der 5. Sinfonie - Fotografie eines Gemäldes von Wilhelm Faßbender, um 1925
Beethoven-Kopf mit Notenzeile der 5. Sinfonie - Fotografie eines Gemäldes von Wilhelm Faßbender, um 1927 ?
Beethoven-Kopf mit Notenzeile der 5. Sinfonie - Fotografie eines Gemäldes von Wilhelm Faßbender, um 1927 ?
Das Beethoven-Denkmal in Karlsbad - Radierung von J. M. Gösl nach der Denkmalsanlage von Hugo Uher, 1929
"Beethoven - La 5e Symphonie (Le Destin frappe à la porte)" - Fotografie eines Gemäldes von Michel Katzaroff aus den Jahren um 1945, Mitte 20. Jahrhundert
Franz Joseph Maximilian Fürst von Lobkowitz ( 1772-1816) - Fotografie eines wohl von Friedrich Oelenhainz stammenden Ölgemäldes, um 1935?
Fürst Andreas Rasumowsky (1752-1836) - Fotokopie einer Lithographie von Josef Lanzedelly der Ältere, 1958
Beethoven-Kopf aus Glas - Fotografie der Firma Steuben Glass nach einer Plastik von D. Pollard und R. Ziering, um 1970

Literatur (bibliographische Angaben)

Handschriftliche Quellen in anderen Bibliotheken
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Frankreich, Paris: Bibliothèque nationale de France, département Musique, MS-27
Frankreich, Paris: Bibliothèque nationale de France, département Musique, MS-44
Frankreich, Paris: Bibliothèque nationale de France, département Musique, MS-45
Polen, Kraków: Biblioteka Jagiellonska
Tschechien, Nelahozeves: Roudnicka Lobkowiczka sbirka, zamek
Österreich, Wien: Gesellschaft der Musikfreunde, Archiv, Bibliothek und Sammlungen

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