|
Sonate für Klavier und Violoncello (A-Dur) op. 69
Hörproben
Entstehung
Beginn Herbst/Winter 1807 / 1808, Abschluss vor September 1808
Ignaz Freiherr von Gleichenstein gewidmet
Beethoven komponierte insgesamt fünf Sonaten für Klavier und Violoncello (Op. 5, Nr. 1 und 2, Op. 69 und Op. 102, Nr. 1 und 2), sowie drei Variationszyklen für die gleiche Besetzung (Op. 66, WoO 45 und WoO 46). Die Sonate Op. 69 entstand zwischen Winter 1807/08 und Frühjahr 1808, gleichzeitig mit der fünften Sinfonie Op. 67. Abgeschlossen hat Beethoven die Cellosonate im Juni 1808; zu diesem Zeitpunkt hatte er auch schon die Arbeit an der sechsten Sinfonie op. 68 begonnen. Im September 1808 verkaufte Beethoven die Sonate dem Leipziger Verleger Härtel zusammen mit den beiden Sinfonien op. 67 und 68 und den beiden Klaviertrios op. 70. Die Sonate für Violoncello und Klavier op. 69 ist eines der Glanzstücke der Cello-Literatur. Die grundsätzliche Problematik dieser Besetzung liegt in den Registern und unterschiedlichen Klangkapazitäten der beiden Instrumente. Schon zu Beethovens Zeit macht die technische Weiterenwicklung des Klaviers einen großen Sprung, sowohl Umfang als auch Klangpräsenz des Klaviers steigerten sich deutlich. Das Violoncello geriet durch sein mittleres bis tiefes Tonspektrum gegenüber dem zunehmend "aufgerüsteten" Tasteninstrument ins Hintertreffen und vermochte sich nicht mehr optimal durchzusetzen. Beethoven überwand diese klanglichen Klippen und schaffte eine vollendete Synthese der beiden Instrumente. Ihm gelang die größtmögliche Ausgewogenheit und ideale Registeranpassung zwischen den beiden Instrumenten. (J.R.)
| Erstausgaben |
  |
Originalausgabe, op. 69, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1328 |
  |
Titelauflage, op. 69, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1328 |
  |
Titelauflage, op. 69, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1328; Teilscan |
  |
Frühdruck, op. 69, Stimmen, Artaria, 2060 |
Musikdrucke
| Schriftdokumente |
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 8. Juni 1808
|
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Heiligenstadt, Ende Juli 1808
|
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Heiligenstadt, etwa 10. Juli 1808
|
  |
Eigentumsbestätigung für Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 14. September 1808 |
  |
Billet an Josephine Deym, Wien, vielleicht Herbst 1809
|
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 7. Januar 1809
|
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 28. März 1809
|
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 26. Juli 1809
|
  |
Brief mit Fehlerverzeichnis an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, kurz nach dem 26. Juli 1809 |
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 3. August 1809 |
  |
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 8. August 1809
|
  |
Brief an Baron Ignaz von Gleichenstein, Wien, Februar 1810
|
Literatur
Weitere wichtige handschriftliche Quellen befinden sich in
  |
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
|
  |
Dänemark; København: Det Kongelige Danske Musikkonservatoriums Bibliotek
|
  |
Frankreich, Paris: Bibliothèque du Conservatoire, in: Bibliothèque nationale de France
|
  |
Großbritannien, London: The British Library
|
  |
Niederlande, Amsterdam: Universiteitsbibliotheek
|
  |
Österreich, Wien: Gesellschaft der Musikfreunde, Archiv, Bibliothek und Sammlungen
|
© Beethoven-Haus Bonn
E-Mail: bibliothek@beethoven-haus-bonn.de
|