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Bagatelle für Klavier (a-Moll) WoO 59

Hörproben
Poco moto (365 kB)

Entstehung
April 1810

Nach Aussage seines Freundes Wegeler war Beethoven in seiner Jugend ununterbrochen verliebt. Dies mag eine freundliche Übertreibung sein oder Beethovens jugendlichem Alter geschuldet - Tatsache ist: der Komponist übte durchaus große Anziehung auf Frauen aus und fühlte sich selbst oft zu ihnen hingezogen. Eine "Elise" ist jedoch aus seinem Umkreis nicht bekannt.

Die Zuschreibung "Für Elise" sowie das Klavierstück gleichen Namens von Ludwig van Beethoven stammt vom Beethovenforscher Ludwig Nohl, der im 19. Jahrhundert das Autograph noch gesehen haben will. Nohl hatte die Bagatelle herausgegeben und sie "Für Elise" betitelt. Seitdem fehlt vom Autograph jede Spur, der Titel kann nicht mehr nachgeprüft werden. Sicher ist allerdings, dass im Entstehungsjahr des beliebten Klavierstücks, 1810, Beethoven in Therese Malfatti verliebt war, die er auch heiraten wollte (sie lehnte den Antrag jedoch ab). In ihrem Besitz befand sich auch das verschollene Autograph. (J.R.)

Musikhandschriften
Skizzen, BH 116

Erstausgaben
Erstausgabe, WoO 59, Nohl

Musikdrucke (bibliographische Angaben)

Bilder
Therese Malfatti von Rohrenbach zu Dezza (1792-1851) - Gemälde von Carl von Saar, 1834
Therese Malfatti von Rohrenbach zu Dezza (1792-1851) - Fotografie eines anonymen Pastellbildes, um 1910?
Therese Malfatti von Rohrenbach zu Dezza (1792-1851) - Fotografie eines anonymen Pastellbildes, Um 1929

Literatur (bibliographische Angaben)

Weiterführende Literatur im Volltext
M. Lorenz, Die "Enttarnte Elise". Elisabeth Röckels kurze Karriere als Beethovens "Elise", Bonner Beethoven-Studien 9, 2011

© Beethoven-Haus Bonn
E-Mail: bibliothek@beethoven-haus-bonn.de