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Ludwig van Beethoven, Billet an Sigmund Anton Steiner, Wien, 29. Mai 1815, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 239

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Hörbrief Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven bittet seinen Verleger Steiner, ihm für die Korrektur der Druckfahnen der Sonate op. 90 sein Manuskript zuzusenden. Offenbar hatte Anton Diabelli, 1815 noch Angestellter bei Steiner und ein zuverlässiger und gefürchteter Korrekturleser, noch einige Fehler gefunden. Beethoven ist sich sicher, diese Irrtümer stammten nicht aus seiner Feder sondern seien beim Stich entstanden. Um die Fahnen mit der Handschrift abzugleichen, benötigt er diese zurück.

1815 hatte Beethoven zu Steiner noch ein recht freundschaftliches Verhältnis, das sich in diesem kurzen Schreiben widerspiegelt: Anton Diabelli bezeichnet Beethoven - wie häufig - mit "Diabolus [Teufel] Diabelli", in diesem Fall sogar noch mit einer Rangbezeichnung ("erster Diabolus des Reichs"); Steiner wird mit dem üblichen Titel "Generalleutnant" (in der Abkürzung "g.l.") versehen, sich selbst bezeichnet Beethoven wie gewöhnlich mit "Generalissimus" ("g-s"). Auch der abschließende Wunsch "Hol Sie der Teufel Herr g.l. behüt Sie Gott." zeugt von der Herzlichkeit des Verhältnisses. Vier Jahre später schrieb Beethoven für Steiner einen Kanon (WoO 173) auf den gleichen Text, ähnliche Textworte finden sich auch in Kanones auf Abbé Stadler und Ignaz Schuppanzigh. (J.R.)

Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

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