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Grundschul-AktionsTaTaTaTaaag mit dem Beethoven-Haus

Am 22. Dezember 1808 wurden in einem denkwürdigen Konzert Beethovens 5. und 6. Sinfonie (neben anderen Werken) zum ersten Mal aufgeführt. Dies war Anlass für das Beethoven-Haus, Grundschulen in Bonn und Umgebung zu einem "Aktions-TaTaTaTaaag" anlässlich des 200. Geburtstages der Fünften aufzurufen.

Auf den Aufruf im Frühsommer dieses Jahres zeigten sich viele Grundschulen interessiert und erhielten Material mit Anregungen zur Vorbereitung und Gestaltung dieses Tages: mit Rhythmusspielen, Liederblättern, Vorschlägen zur bildlichen Umsetzung, Hör-Ausschnitten etc.
8 Schulen/Klassen haben einige dieser Anregungen aufgenommen, z.T. mit eigenen Ideen ergänzt und mit den Kindern Unterrichtseinheiten zu Beethoven und den "Geburtstagswerken" (5. und 6. Sinfonie, Chorfantasie) durchgeführt. Manche Klassen haben die Ergebnisse davon am Aktionstag, dem 5. Dezember, in ihren Schulen präsentiert. Sie wurden am Donnerstag, den 11. Dezember, um 17.30 Uhr zu einer gemeinsamen Geburtstagsfeier in den Kammermusiksaal eingeladen.

Hierüber berichtete der General-Anzeiger (Tobias Blum):

Beethoven einmal anders
Acht Grundschulen aus Bonn und Umgebung feierten den 200. Geburtstag seiner 5. Sinfonie

In seiner Geburtsstadt kennt man Beethoven vor allem als strengen, grimmig drein schauenden Maestro. Im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses konnte man jedoch einen anderen Eindruck gewinnen. Dort feierten acht Grundschulen aus Bonn und Umgebung den 200. Geburtstag seiner 5. Sinfonie, wofür sie sich mehrere Wochen auf ganz eigene Art mit Leben und Werk des Komponisten auseinander gesetzt hatten. Dafür bekamen sie nun Urkunden, ein Kinderorchester spielte Ausschnitte aus Beethovens Werken und nicht zuletzt durften sie dem Publikum ihre Ergebnisse präsentieren.
Der kleine Max von der Grundschule Sankt Martinus in Bad Honnef etwa las aus einem reich mit Bildern verzierten Brief vor, den er mit seiner Klasse an Beethoven geschrieben hatte. Da steht drin, was wohl viele denken: "Lieber Beethoven, ich finde es außerordentlich schade, das du vor knapp 200 Jahren gestorben bist. Wir hätten Dich sehr gerne kennen gelernt." Vor allem, wenn er wirklich so ein gutmütiges, verwirrtes Genie war, wie ihn die GGS Holzlar in ihrem Sketch präsentierte. Da will Beethoven in einer Gaststube Getränke bezahlen, die er vor lauter Musik im Kopf glatt vergessen hat zu bestellen.
Um seine Musik ging es auch in der Jahnschule, die aus dem bekannten "Tatatataaa" des ersten Satzes ein Rhythmusspiel machte.
Weniger bekannt als die Fünfte ist Beethovens Chorfantasie, ein Lied, das er eigens für die Ur-Aufführung der Sinfonie komponierte, und aus dem die Katholischen Grundschulen Meckenheim und Merl kurzerhand ein Geburtstagslied machten.
Schließlich wurde auch die zur gleichen Zeit entstandene 6. Sinfonie verarbeitet: In bunten Bildern illustrierten Kinder der Kreuzbergschule die Titel der einzelnen Sätze, dazu dachten sie sich Tänze aus. "Wir fanden beides toll", sind sich die Viertklässler Alvar und Gabriel einig. "Aber Malen war schwieriger, da musste man so viel überlegen."
Aber warum sieht Beethoven sonst immer so schlecht gelaunt aus? Martella Gutiérrez-Denhoff, die Initiatorin des Schulprojekts, kann das erklären: "Für (die Lebendmaske, die Vorlage zu den meisten) Porträts bekam er Strohhalme in die Nase und nasse, feuchte Gipsbinden (noch schlimmer: flüssigen Gips!) ins Gesicht. Da würde keiner mehr lachen."
(13./14.12.2008)

Weitere Informationen:
Dr. Martella Gutiérrez-Denhoff
Tel.: 0228-98175-15,
E-Mail: kinderprojekte@beethoven-haus-bonn.de