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Thema: Falsche Numerierungen
Odin wrote on 01.09.2003:
Hallo

Jetzt kommt mal eine "gemeine" Frage:

Warum trifft man in der Beethoven-Literatur immer noch falsche - also unzutreffende - Numerierungen an ?

So ist z.B. immer noch oft von den "32 Klaviersonaten" und von den "5 Klavierkonzerten" die Rede.

Sie im Beethovenhaus wissen, dass das falsch ist. In diesen Numerierungen sind die Kurfürstensonaten und noch einige andere Sonatenfragmente unterschlagen. Ebenso das frühe Klavierkonzert in Es-Dur und die Transkription des Violinkonzerts für Klavier.

Warum werden solche Zahlenfehler nicht endlich mal berichtigt ? Die Beethovenforschung weiss doch schon seit vielen Jahrzehnten, dass da eingie werke einfach unterschlagen worden sind.

MFG

Odin


  Answer: Falsche Numerierungen
Beethoven-Archiv answered on 17.09.2003:
Insbesondere Konzertführer neigen dazu, nur die bekannten und oft aufgeführten Werke mit Opuszahl zu zählen: Im Falle der Klavierkonzerte also die fünf Werke Op. 15, Op. 19, Op. 37, Op. 58 und Op. 73. Weggefallen wäre dann das Konzert für Klavier WoO (=Werk ohne Opuszahl) 4 und das Rondo für Klavier WoO 6; außerdem das Klavierkonzert nach dem Violinkonzert Op. 61. (Auch die von Ihnen erwähnten sogenannten Kurfürstensonaten WoO 47 sind Werke ohne Opuszahl.) Natürlich werden alle diese Werke von der seriösen Musikwissenschaft keinesfalls ignoriert. Ich empfehle, anstelle einer wenig präzisen Durchnumerierung von Werkgruppen immer die genauen Angaben mit Opuszahl oder WoO-Zahl zu verwenden, so wie sie ja auch im Werkverzeichnis stehen. Dennoch gibt es abweichende Traditionen, z. B. war früher oft von Beethovens 6. Klavierkonzert die Rede, wenn das Klavierkonzert nach dem Violinkonzert Op. 61 gemeint war.

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