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Thema: Waldstein-Sonate op. 53
Odin schrieb am 04.09.2003:
Hallo

Zu dieser bekannten Klaviersonate habe ich einige Fragen:

1 Wie spielt man die Oktavglissandoeffekte im letzten Satz ? Waren sie auf den Instrumenten der Beethovenzeit leichter spielbar ?

2 Die Sonate op. 53 stellt gegenüber den vorausgegangenen eine klare Weiterentwicklung dar, technisch und auch im Klangbild. Kann es sein, dass Beethoven da gerade ein neues moderneres Instrument mit neuen Spielmöglichkeiten reinbekommen hatte ?

3 Kommt es nur mir so vor, oder geht es anderen auch so ? Ich habe den eindruck, vom ganzen Satz her sei die op. 53 eigentlich eine Violinsonate, bei der aber die Violinstimme in den Klaviersatz integriert ist. Ist die op. 53 sozusagen die "Kreutzersonate" der Klavierliteratur ?

Gruss

Odin

  Antwort: Waldstein-Sonate
Beethoven-Archiv antwortete am 17.09.2003:
zu 1: Es gibt Pianisten, die glissando spielen und andere, die die Oktaven einzeln anschlagen. Letzteres geht auf einem Hammerflügel ohne weiteres, weil der Anschlag leichter und der Tastenfall geringer ist.

zu 2: Das ist durchaus möglich. Da man aber über Beethovens Instrumente in dieser Zeit wenig weiß, ist eine zeitliche Koinzidenz nicht zwingend herzustellen. Allerdings hat er wohl zu dieser Zeit den Flügel von Erard, Paris, (heute Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz a.d.Donau) erhalten, der zu dieser Zeit sicherlich einen Fortschritt für Beethoven darstellte. Später war er dank besserer Instrumente etwa aus der Werkstatt Streicher mit dessen Mechanik nicht mehr zufrieden.

zu 3: Das ist ein durchaus zulässiger subjektiver Eindruck. Ich teile ihn allerdings nicht.

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