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Multimedia-CD-ROM erschienen
"Beethovens letzte Wohnung in Wien - Eine digitale Rekonstruktion"
Ludwig van Beethoven führte in Wien eine unstete Existenz, blieb kaum länger als sechs Monate an einem Ort. Am längsten wohnte er im "Schwarzspanierhaus" am damals noch unverbauten Alservorstädter Glacis in Wien - von Mitte Oktober 1825 bis zu seinem Tode am 26. März 1827. Hier schuf der Komponist seine letzten großen Streichquartette B-Dur op. 130, cis-Moll op. 131 und F-Dur op. 135 sowie weitere kleine Werke wie seinen "letzten musikalischen Gedanken", ein Entwurf, der von Anton Diabelli posthum veröffentlicht wurde.
Nach dem Tod Beethovens wurde seine Wohnung weitervermietet, Besichtigungsgäste waren willkommen, und noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine kleine Gedenkstätte eingerichtet. Dennoch konnte nicht verhindert werden, daß der Komplex einer Spekulation zum Opfer fiel und 1904 abgerissen wurde. Glücklicherweise blieben nicht nur verschiedene Möbel und Alltagsgegenstände erhalten, die heute in der Mehrzahl im Beethoven-Haus Bonn und in der Beethoven-Gedenkstätte im Wiener "Pasqualati-Haus" gezeigt werden. Es konnte auch viel von der baufesten Ausstattung der Wohnung gerettet werden (Türen, Fensterrahmen, Parkett; heute in einem Magazin des Historischen Museums der Stadt Wien engelagert). Kurz vor dem Abriß des Haus entstand zudem ein recht genaues Aufmaß der Parkettböden.
Sehr viele Hinweise auf die Lebensumstände des Komponisten im "Schwarzspanierhaus" verdanken wir ferner Beschreibungen wie den 1874 veröffentlichten Jugenderinnerungen Gerhard von Breunings, der als Junge den Komponisten häufig besuchte. Ferner gibt es einige bildliche Darstellungen der Räume, besonders wichtig sind die Zeichungen von Josef Eduard Teltscher und Johann Nepomuk Hoechle, da sie unmittelbar nach Beethovens Tod entstanden.
Dieses gesamte Material wurde herangezogen, um die letzte Wohnung Beethovens zu rekonstruieren. Mittels digitaler Darstellungstechnik konnte die Lebenwelt des Komponisten virtuell wiedererstehen, und auch ihre Einrichtung konnte nachgestaltet werden. Wenn keine Originalstücke mehr zur Verfügung standen, wurden Vergleichsobjekte aus den Sammlungen verschiedener Museen und bildliche Darstellungen des frühen 19. Jahrhunderts als Grundlage für die Rekonstruktion benutzt. Alle Quellen werden in einem Katalogteil mit 35 Einträgen abgebildet und beschrieben. Der Besucher kann die Wohn- und Arbeitsräume Beethovens von 7 Standpunkten (Panoramen) mit 5 interaktiven Stilleben betrachten. Als begleitende Musik sind die genannten letzten Kompositionen Beethovens zu hören, an einer Stelle kann auf die gedämpfte Wahrnehmung durch den schwerhörigen Komponisten umgeschaltet werden.
So ist es heute möglich, in Bild und Ton dem Menschen Ludwig van Beethoven auf eine neue Art und Weise näherzukommen und einen lebendigen Eindruck von der unmittelbaren Umgebung zu gewinnen, in der er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
Die CD-ROM kann im Shop oder online zum Preis von Euro 29,90 erworben werden.
Autoren:
Marcus Frings, ausgebildeter Kirchenmaler, promovierter Kunsthistoriker, Professor für Architekturgeschichte und Architekturtheorie an der FH Münster, ist seit 5 Jahren freiberuflich als Berater und Konzeptioner im Bereich Neue Medien für kulturelle Institutionen tätig. (www.marcus-frings.de)
Fritz Vöpel, Diplom-Ingenieur der Architektur, arbeitet seit 7 Jahren als Freelancer mit den Schwerpunkten Lichtsimulation und 3d-Authoring in den Bereichen E-Learning, Edutainment und Previsualization für Agenturen, Museen und Industriekunden. (www.fritzvoepel.de)
Marcus Frings und Fritz Vöpel arbeiten seit 1998, zunächst an der TU Darmstadt, dann an Projekten unter eigenem Namen, zusammen und haben seitdem eine Reihe von kulturgeschichtlichen Multimedia- und Film-Produktionen abgeschlossen.
Silke Bettermann, Dipl.-Bibliothekarin und Magister der Kunsthistorik, betreut seit 1999 die Sammlung der Bilder und Plastiken im Beethoven-Haus Bonn
Kontakt:
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Ursula Timmer
Leiterin Kammermusiksaal & Kommunikation
Beethoven-Haus Bonn
Bonngasse 24-26
53111 Bonn
Fon +49 (0)228 98175-16
Fax +49 (0)228 98175-24
e-Mail ursula.timmer@beethoven-haus-bonn.de
www.beethoven-haus-bonn.de
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