Startseite Museum Klavier1Klavier2
über uns | inhalt | suche | impressum | anreise | förderer | links | kontakt | intern |
StartseiteMuseumForschungszentrum Beethoven-ArchivBibliothekKammermusiksaalVerlagVereinShopBühne für Musikvisualisierungdigitales Archiv

Theaterworkshop für Kinder in den Sommerferien (13.-17.8.2012)

Eine Woche lang waren "Beethovens beste Freunde" – vertreten durch 13 Kinder zwischen 8 und 11 Jahren – zu Gast im Beethoven-Haus: als Antonie und Franz Brentano und deren Kinder, Tante Bettine, Goethe, der Maler Karl Stieler und natürlich Beethoven. Im Haus von Antonies gerade verstorbenem Vater kamen sie mit Beethoven zusammen und spielten ihm aus dem kleinen, Maxe Brentano gewidmeten Klaviertrio vor. In Teplitz trafen sie Goethe und lernten das Flohlied kennen. In Frankfurt feierten sie einige Jahre später Maxes 17. Geburtstag und tanzten auf Beethovens (Diabellis) Walzer. Dort beschloss die Familie schließlich, ein großes Bild von Beethoven malen zu lassen. Dazu wurde der Maler Karl Stieler beauftragt, in dessen Atelier Beethoven schließlich – nur ungern und ungeduldig – Modell saß.
Als moderne Kinder schauten dabei immer einige der Darsteller dem Geschehen zu, gaben ihre Kommentare ab und boten "Cooleres".
Hatten Beethoven und Goethe im Marmotte-Lied von Straßenkindern erzählt, die mit den tanzenden Murmeltieren ihr Geld verdienten, so hielten die modernen Kinder einen Rap dagegen, der thematisierte, wie Kinder heute an ihr Geld kommen. Beethovens und Goethes lustiges Flohlied erfuhr ebenfalls eine kräftige Modernisierung. Als selbst produzierter Pop-Song brachte er alle zum swingen. Und auf den Walzer (von Diabelli), an dem Beethoven gerade arbeitete, wollten nicht so wie Maxe und Georg tanzen. Viel mehr Power brachte da eine Disco-Version.
Auch die künstlerische Kreativität der Kinder wurde in den fünf Workshop-Tagen aktiviert. Porträts und Landschaftsbilder als Kulissen konnten bei dem schönen Sommerwetter im Innenhof des Museums erstellt werden. Auch hier hatten die "modernen" Kinder einen eigenen Beitrag: Lustige und fröhliche Beethoven-"Karikaturen".
Für alle Bereiche standen den Kindern kompetente und engagierte Betreuer zur Seite. Vom Beethoven-Haus Silke Bettermann, Martella Gutiérez-Denhoff, Gitta Schatz-Sträßner und Ulrike Voss-Böcker. Und als Gäste Myriam Stark-Stille vom Jungen Theater Bonn für die Entwicklung der einzelnen Szenen und die Proben, sowie die jungen Musiker Gabriel Denhoff (Pop-Produktionen) und Clemens Fontani (Rap) für die "moderne" musikalische Seite.
Am Nachmittag des letzten Tages folgte dann die Aufführung des Theaterstücks vor begeisterten Eltern, Verwandten und Freunden. Eine zweite Aufführung am 26. August erreichte dann noch eine breitere Öffentlichkeit.
Wichtiger als das schöne Ergebnis war aber der Erfahrungsprozess während der fünf Tage: zu sehen, wie man mit Kindern unterschiedlicher Herkunft etwas gemeinsam auf die Beine stellen kann und dabei so manches über Beethoven, seine Freunde, seine Musik und seine Zeit erlebt.
"Das war eine herrliche Woche für meine Tochter," schrieb eine Mutter, "sie haben die Kinder sehr glücklich gemacht."