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Kollage

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Einführung in die textkritische Arbeit mit Edirom: Digitale Darstellung von Schreibschichten in Beethoven-Handschriften

26.08.2013 - 28.08.2013

Beschreibung:
6. Beethoven-Studienkolleg

Zielsetzung des Kollegs

Musikalische Quellentranskriptionen, historisch-kritische Ausgaben und textgenetische Musikeditionen werden zukünftig kaum mehr auf gedrucktem Papier, sondern zunehmend in digitaler Form erscheinen. Dahinter stehen nicht nur ökonomische Überlegungen (um teure Printeditionen durch kostengünstigere Digitaleditionen zu ersetzen), sondern vornehmlich methodische und epistemische Gründe: Mit digitalen Werkzeugen ist nicht nur eine größere und präzisere Tiefenerschließung von Quellen möglich. Jede Quelle kann potenziell vollständig reprographisch verfügbar gemacht werden, wobei die digitale Arbeits- und Präsentationsweise einen grundsätzlich neuen, veränderten Blick auf kompositorische Prozesse ermöglicht. Außerdem gewähren digitale Präsentationsformen eine hohe Transparenz hinsichtlich editorischer Maßnahmen und Entscheidungen und mithin eine hohe Überprüfbarkeit philologischer Erschließungsarbeit. Und nicht zuletzt erlaubt die elektronische Darstellungs- und Publikationsform die kontinuierliche Weiter- und Verbesserungsarbeit an bereits vorliegenden hochwertigen Editionen.

Das mit Unterstützung der DFG entwickelte und mittlerweile vielfach praxiserprobte digitale Editionswerkzeug "Edirom" hat bei einigen aktuellen Musikeditionen bereits zukunftsweisende Standards gesetzt, ohne dass diese in die allgemeine Arbeitspraxis oder in die Ausbildung von Nachwuchs-Musikwissenschaftlern Eingang gefunden hätten.
Ziel des Studienkollegs ist es, in den digitalen editorischen Umgang mit Beethoven-Quellen einzuführen und die hierfür verfügbaren Werkzeuge bei der Erarbeitung einer Edition bzw. einer editorischen Fragestellung zu nutzen.
Die Unterweisung wird maßgeblich von der Edirom-Arbeitsgruppe Detmold/Paderborn geleistet werden (Benjamin Wolff Bohl M.A., Dr. Johannes Kepper, Dipl.Wirt.-Inf. Daniel Röwenstrunk und Prof. Dr. Joachim Veit).
Autographe Quellen und historische Druckausgaben aus den Sammlungen des Beethoven-Hauses werden im Original von Dr. Michael Ladenburger gezeigt und erläutert werden.

Kolleg-Programm (Änderungen vorbehalten)

Montag, 26. August 2013
13.00 – 15.00: Einführung in Thematik und Werk
Pause
15.15 – 17.00: Ausarbeiten der Problemstellung, Arbeitsplanung
Pause
17.15 – 18.00: Einrichten bzw. Überprüfen der Technik
Dienstag, 27. August 2013
09.00 – 10.45: Einführung in XML und in die Musikcodierungssprache MEI
Pause
11.00 – 13.00: Grundcodierung eines Klaviersatzes in Arbeitsgruppen
13.00 – 14.00: Mittagspause
14.00 – 15.30: Bearbeiten von Faksimiles mit Edirom und Erstellen von Anmerkungen
(in Arbeitsgruppen)
Pause
16.00 – 16.30: Einführung in die Analyse von Schreibschichten (Vortrag)
16.30 – 18.00: Codieren ermittelter Schreibschichten in MEI (in Arbeitsgruppen)

Mittwoch. 28. August 2013
09.00 – 10.45: Zusammenführen der Ergebnisse und Darstellung in Edirom
Pause
11.00 – 12.30: Präsentation originaler Handschriften und Druckausgaben
12.30–13.00: Abschlussgespräch

Förderung
Das 6. Beethoven-Studienkolleg wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Zugelassene Kollegiaten erhalten freie Unterkunft (zwei Hotel-Übernachtungen vom 26. bis 28. August 2012) und einen Reisekostenzuschuss bis 100 €. Die Teilnahme am Studienkolleg wird mit einem Zertifikat bescheinigt.

Teilnahmebedingungen
Das Studienkolleg richtet sich vornehmlich an Studenten/innen der Musikwissenschaft, die jüngst einen ersten Studienabschluss erworben haben oder kurz vor einem derartigen Abschluss stehen. Die Teilnahme unterliegt keinen nationalen Beschränkungen.

Arbeitsgrundlage des Studienkollegs ist die Quellenüberlieferung zu Beethovens Bagatellen für Klavier op. 126. Sie sind durch eine kommentierte Faksimileausgabe bereits philologisch erschlossen:
Ludwig van Beethoven. Sechs Bagatellen für Klavier Op. 126. Faksimile der Handschriften und der Originalausgabe mit einem Kommentar hg. v. Sieghard Brandenburg, Teil 1: Autograph und Skizzen; Teil 2: Originalausgabe, Übertragungen, Kommentar, Bonn 1984 (Veröffentlichungen des Beethoven-Hauses in Bonn. Dritte Reihe: Beethoven. Ausgewählte Handschriften in Faksimile Ausgaben, 4).
Die im Beethoven-Haus aufbewahrten Handschriften (Signaturen: HCB Mh 23; BH 112) und die Erstausgabe von op. 126 können im Digitalen Beethoven-Haus eingesehen werden; das Arbeitsmanuskript (HCB Mh 23) ist zugleich als "Klingendes Autograph" (im Intranet bzw. im Studio des Beethoven-Hauses) hörend nachvollziehbar.
Von den teilnehmenden Studierenden wird erwartet, dass sie sich mittels der genannten Publikationen auf das Kolleg vorbereiten.
Die Teilnehmer müssen jeweils eigene Laptops mitbringen, um über den vom Veranstalter bereitgestellten WLAN-Anschluss Zugang zum Internet zu bekommen.

Bewerbung
Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf begrenzt. Bewerber sind gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers vorzuweisen, ihr Teilnahme-Interesse kurz zu begründen und zuzusichern, dass sie sich auf das Kolleg angemessen vorbereiten. Teilnehmer, die bereits zu früheren Studienkollegs zugelassen waren, können sich zum 5. Studienkolleg erneut bewerben, sofern sie aktuell mit einem Forschungsvorhaben zu Beethoven befasst sind.
Bewerbungsschreiben in postalischer Form können bis zum 15. Juni 2013 eingereicht werden:
Beethoven-Archiv, Prof. Dr. Bernhard R. Appel, Bonngasse 24-26, 53 111 Bonn.
Für die Zulassung ist neben dem Bewerbungsschreiben auch das Bewerbungsdatum mitentscheidend. Bewerber erhalten bis spätestens 15. Juli 2013 einen Auswahlbescheid.

Art der Veranstaltung:
Studienkolleg

Veranstalter:
Beethoven-Haus Bonn

Zielgruppe(n):
Studenten/innen der Musikwissenschaft

Kontakt:
Beethoven-Archiv, Prof. Dr. Bernhard R. Appel, Bonngasse 24-26, 53 111 Bonn