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Kollage
 
 

Komponieren

 

"je größere Fortschritte in der Kunst man macht, desto weniger befriedigen einen seine ältern Werke."

Beethoven an Friedrich von Matthisson in Dessau, Wien, 4. August 1800 (BGA 47).

Beethoven-Haus Bonn, Faksimilie des verschollenen Autographs



"ich kann gar nichts unobligates schreiben, weil ich schon mit einem obligaten accompagnement auf die Welt gekommen bin."

Beethoven an Franz Anton Hoffmeister in Leipzig, Wien, 15. Dezember 1800 (BGA 49).

Beethoven-Haus Bonn, NE 181



"Ich lebe nur in meinen Noten, und ist das eine kaum da, so ist das andere schon angefangen, so wie ich jezt schreibe, mache ich oft 3 4 sachen zugleich -"

Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Bonn, Wien, 29. Juni 1801 (BGA 65).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 17



"und man muß nicht so göttlich seyn wollen, etwas hier oder da in seinen Schöpfungen zu verbessern"

Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 4. März 1809 (BGA 359).

Beethoven-Haus Bonn, NE 205



"Melodie ist das sinnliche Leben der Poesie."

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist also zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin: 1835, S. 196



"Deine Zeit vergeht geschwinder, rollt schneller um, als die wo wir unsern Geist oder ich mich mit meiner Muse beschäftige."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 42



"Ich habe immer ein Gemälde in meinen Gedanken, wenn ich am Komponieren bin, und arbeite nach demselben."

Zugeschrieben. Angeblich im Jahre 1815 zu Charles Neate.

Thayer, Alexander Wheelock: Ludwig van Beethovens Leben. Band 3, Berlin, 1871, S. 506



"Kommen Sie an die alten Ruinen, so denken sie, daß dort Beethoven oft verweilt, durchirren sie die heimlichen Tannenwälder, so denken sie, daß da Beethoven oft gedichtet, oder wie man sagt componirt"

Beethoven an Nannette Streicher in Baden, Wien, 20. Juli 1817 (BGA 1142).

Original nicht bekannt; Text nach TDR IV, S. 487 f., Nr. 12



"ich schreibe lieber 10000 Noten als einen Buchstaben"

Beethoven an Nikolaus Simrock in Bonn, Wien, 28. November 1820 (BGA 1418).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 233



"Ich hoffe noch einige große Werke zur Welt zu bringen, u. dann wie ein altes Kind irgendwo unter guten Menschen meine irdische Laufbahn zu beschließen."

Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Koblenz, Wien, 7. Dezember 1826 (BGA 2236).

Tokio, Nanki Music Bunko, Oki-Collection, Sign. L 2



"sie kommen ungerufen, mittelbar, unmittelbar, ich könnte sie mit Händen greifen,"

Zugeschrieben. Ein Bericht von Louis Schlösser über Beethovens angebliche Antwort auf die Frage, woher er seine Ideen nähme.

Schlösser, Louis: Erinnerungen an Ludwig van Beethoven (Schluss), in: Allgemeine deutsche Musikzeitung, Jg. 7, Nr. 52 vom 24.12.1880, S. 413-417



"So pocht das Schicksal an die Pforte!"

Zugeschrieben. So soll Beethoven laut Schindler das Thema seiner 5. Sinfonie charakterisiert haben - dieser Anekdote verdankt die c-Moll-Sinfonie ihren Beinamen "Schicksalssinfonie".
Die Authentizität dieses Ausspruchs darf jedoch angezweifelt werden, da er von der Feder Anton Schindlers, eines frühen Beethoven-Biographen, stammt. Schindler kannte Beethoven in dessen letzten Lebensjahren und versuchte, vom Ruhm des Meisters zu profitieren, indem er sich zum einzig authentischen Berichterstatter über Beethovens Leben aufschwang und selbst von Begebenheiten Zeugnis gab, die er unmöglich miterlebt haben konnte.

Schindler, Anton: Biographie von Ludwig van Beethoven: mit dem Portrait Beethoven's und zwei Facsimiles, Erstausgabe, Münster: Aschendorff, 1840, S. 241



"Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!"

Motto auf dem Autograph der Messe in D-Dur für vier Solostimmen, Chor, Orchester und Orgel ("Missa solemnis") op. 123.

Berlin, Staatsbibliothek, Mus.ms.autogr. Beethoven, L.v. 35,25



"Ich trage meine Gedanken lange, oft sehr lange mit mir herum, ehe ich sie niederschreibe"

Zugeschrieben. Ein Bericht von Louis Schlösser über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Schlösser, Louis: Erinnerungen an Ludwig van Beethoven (Schluss), in: Allgemeine deutsche Musikzeitung, Jg. 7, Nr. 52 vom 24.12.1880, S. 413-417



"'Ach Unsinn', sagte er [Beethoven], 'ich habe nie daran gedacht, wegen Ruhm und Ehre zu schreiben. Was in meinem Herzen ist, muß heraus, und deswegen schreibe ich.'"

Zugeschrieben. Ein Berichtet von Carl Czerny.

Zitiert nach Czerny, Carl: Erinnerungen aus meinem Leben: mit Werkverzeichnis (ca. 1860), hrsg. und mit Anmerkungen vers. von Walter Kolneder, 1. Auflage, Baden-Baden: Verlag Valentin Koerner, 1968, S. 47. Erstmals erschienen in Czernys Anekdoten für "Cock's Musical Miscellany" in englischer Übersetzung: "On another occasion, the conversation turning upon the praise which his name had won in the world, 'Oh! nonsense,' he said, 'I never thought of writing for fame or honor. What is in my heart must come out, and that is why I write.'"; vgl. Czerny, Carl: Recollections of Beethoven, 1852, Anekdotensammlung über Beethoven, zuerst erschienen in "Cock's Musical Miscellany" (London). In einem weiteren Beitrag dazu (Nr. 26, S. 204 f.) wird die Autorschaft Czernys angezweifelt. In: Dwight's journal of music, 1 (1852), Nr. 24, vom 18.9., S. 186.



"Mein Fidelio ist vom Publicum nicht verstanden worden, aber ich weiss es, man wird ihn noch schätzen;"

Zugeschrieben. Henry Hugo Pierson über die Erzählungen von Georg August von Griesinger über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Ludwig van Beethoven's Studien im Generalbass, Contrapunkt und in der Compositionslehre: mit Beethoven's Portrait und Facsimile nebst anderen artistischen Beilagen, aus dessen handschriftlichem Nachlasse gesammelt und hrsg. von Ignaz von Seyfried, zweite revidirte und im Text vervollständigte Ausgabe, von Henry Hugo Pierson, (Edgar Mannsfeldt), Leipzig; Hamburg; New York, NY: Schuberth, 1853, Anhang, S. 24; Vgl. auch TDR II, S. 142-143; Kerst I, S. 85-87; Nohl, Ludwig: Beethovens Leben, Bd. 2: Das Mannesalter, 1793-1814, Leipzig: Ernst Julius Günther, 1867, S. 494



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