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Kollage
 
 

Kunst und Musik

 

"es ist gewiß, die Art das Klawier zu spielen, ist noch die unkultiwirteste von allen Instrumenten bisher, man glaubt oft nur eine Harfe zu hören, und ich freue mich lieber, daß sie von den wenigen sind, die einsehen und fühlen, daß man auf dem Klawier auch singe könne, sobald man nur fühlen kan, ich hoffe die Zeit wird kommen, wo die Harfe und das Klawier zwei ganz verschiedene Instrumente seyn werden."

Beethoven an Johann Andreas Streicher, Wien, vielleicht August/September 1796 (BGA 22).

Beethoven-Haus Bonn, NE 95



"Bey all dem hatte er [Beethoven meint sich selbst] mit Schwierigkeiten aller Art zu kämpfen, und war bisher nicht so glücklich, sich hier eine Lage zu begründen, die seinem Wunsche ganz der Kunst zu leben, seine Talente zu noch höheren Graden der Vollkommenheit, die das Ziel eines jeden wahren Künstlers seyn muß, zu entwükeln, und die bisher blos zufälligen Vortheile für eine unabhängige Zukunft zu sichern, entsprochen hätte."

Beethoven an die k.k. Hoftheaterdirektion, Wien, vor dem 4. Dezember 1807 (BGA 302).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 111



"und die Welt muß ich verachten, die nicht ahnt daß Musik höhere Offenbarung ist als alle Weisheit und Philosophie, sie ist der Wein, der zu neuen Erzeugungen begeistert, und ich bin der Bacchus, der für die Menschen diesen herrlichen Wein keltert und sie geistestrunken macht,"

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist aber zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin, 1835, S. 192 f. Vgl. auch Thayer, Alexander Wheelock: Ludwig van Beethovens Leben, nach dem Original-Manuskript deutsch bearbeitet von Hermann Deiters, Nachdruck, Hildesheim; New York, NY: Georg Olms; Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, Bd. 3, mit Benutzung von hinterlassenen Materialien des Verfassers neu bearbeitet und ergänzt von Hugo Riemann, Nachdruck der 3.-5. Auflage Leipzig: 1923, 1971, S. 219



"Melodie ist das sinnliche Leben der Poesie."

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist also zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin: 1835, S. 196



"Sprechen Sie dem Goethe von mir, sagen Sie ihm, er soll meine Symphonieen hören, da wird er mir recht geben, daß Musik der einzige unverkörperte Eingang in eine höhere Welt des Wissens ist"

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist also zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin: 1835, S. 197



"Es gehört Rhythmus des Geistes dazu, um Musik in ihrer Wesenheit zu fassen, sie gibt Ahnung, Inspiration himmlischer Wissenschaften, und was der Geist sinnlich von ihr empfindet, das ist die Verkörperung geistiger Erkenntniß."

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist also zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin: 1835, S. 197



"Die Kunst! – Wer versteht die, mit wem kann man sich bereden über diese große Göttin!" - zugeschrieben.

Dieses Zitat entstammt einem Brief Beethovens an Bettina Brentano (später verheiratet von Arnim) vom 11. August 1810. Die Authentizität dieses Briefes ist jedoch zweifelhaft: von den drei Briefen Beethovens an Bettina ist lediglich zu dem vom 10. Februar 1811 ein Autograph überliefert.

Original nicht bekannt, zitiert nach Thayer, Alexander Wheelock: Ludwig van Beethovens Leben. Band 3, Berlin: 1879, S. 227.



"Fahre fort, übe nicht allein die Kunst, sondern dringe auch in ihr Inneres; sie verdient es, denn nur die Kunst und die Wissenschaft erhöhen den Menschen bis zur Gottheit."

Beethoven an Emilie M. in Hamburg, Töplitz, 17. Juli 1812 (BGA 585).

Original nicht bekannt; Text nach dem Erstdruck: Thayer III, S. 205. Dort lautet die Quellenangabe: "Mitgetheilt von Herrn Matthias Sirk aus Gratz in Steiermark".



"Der wahre Künstler hat keinen Stolz; leider sieht er, daß die Kunst keine Gränzen hat, er fühlt dunkel, wie weit er vom Ziele entfernt ist und indeß er vielleicht von Andern bewundert wird, trauert er, noch nicht dahin gekommen zu sein, wohin ihm der bessere Genius nur wie eine ferne Sonne vorleuchtet."

Beethoven an Emilie M. in Hamburg, Töplitz, 17. Juli 1812 (BGA 585).

Original nicht bekannt; Text nach dem Erstdruck: Thayer III, S. 205. Dort lautet die Quellenangabe: "Mitgetheilt von Herrn Matthias Sirk aus Gratz in Steiermark".



"Dem Goethe habe ich meine Meinung gesagt, wie der Beifall auf unser einen wirkt, und daß man von seines Gleichen mit dem Verstand gehört werden will; Rührung paßt nur für Frauenzimmer (verzeih mir's), dem Mann muß Musik Feuer aus dem Geist schlagen."

Zugeschrieben. Dieses Zitat entstammt einem Brief Beethovens an Bettina Brentano (später verheiratet von Arnim), angeblich vom August 1812 in Teplitz. Die Authentizität des Briefes ist jedoch zweifelhaft: von den drei Briefen Beethovens an Bettina ist lediglich zu dem vom 10. Februar 1811 ein Autograph überliefert.

Original nicht bekannt, zitiert nach Thayer, Alexander Wheelock: Ludwig van Beethovens Leben. Band 3, Berlin, 1879, S. 329



"auf dem Lande weiß ich keinen schönern Genuß als Quartett-Musick."

Beethoven an Erzherzog Rudolph in Baden, Wien, 24. Juli 1813 (BGA 662).

Wien, Gesellschaft der Musikfreunde, A 84/59



"was mich angeht, ja du lieber Himmel mein Reich ist in der Luft, wie der wind oft, so wirbeln die töne, so oft wirbelts auch in der Seele"

Beethoven an Graf Franz Brunsvik in Buda, Wien, 13. Februar 1814
(BGA 696).

Washington, Library of Congress, ML96.W56B441 Nr. 12



"fahren sie fort sich immer weiter in den KunstHimmel hinauf zu versezen, Es gibt keine ungestörtere ungemischtere reinenre Freude als die von daher entsteht."

Beethoven an Xaver Schnyder von Wartensee in Luzern, Wien, 19. August 1817 (BGA 1159).

Luzern, Zentralbibliothek, Abt. Bürgerbibliothek, Ms. 364. fol.



"Die Welt ist ein König, u. sie will geschmeichelt seyn, Soll sie sich günstig zeigen – Doch wahre Kunst ist eigensinnig, läßt sich nicht in Schmeichelnde Formen zwängen"

In das Konversationsheft 9, Blatt 11r, ca. 11.-14. März 1820 (Bkh 1,
S. 326).

Berlin, Deutsche Staatsbibliothek, Nr. 8



"Wahre Kunst bleibt unvergänglich u der wahre Künstler hat inniges Vergnügen an großen Geistes-Produkten."

Beethoven an Luigi Cherubini in Paris (Konzept), Wien, um den 12. März 1823 (BGA 1611).

Berlin, Staatsbibliothek, aut. 38,9



"Die Natur kennt keinen Stillstand; Hand in Hand mit ihr wandelt auch die wahre Kunst; deren After-Schwester heisst: Künstelei; vor welcher uns der Himmel bewahren möge!"

Ludwig van Beethoven's Studien im Generalbass, Contrapunkt und in der Compositionslehre: mit Beethoven's Portrait und Facsimile nebst anderen artistischen Beilagen, aus dessen handschriftlichem Nachlasse gesammelt und hrsg. von Ignaz von Seyfried, zweite revidirte und im Text vervollständigte Ausgabe, von Henry Hugo Pierson, (Edgar Mannsfeldt), Leipzig; Hamburg; New York, NY: Schuberth, 1853, S. 88



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