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Kollage
 
 

Lebensweisheiten

 

"Wohlthun, wo man kann
Freiheit über alles lieben,
Wahrheit nie, auch sogar am
Throne nicht verleugnen."

Am 22. Mai 1793 in Wien in das Stammbuch von Theodora Johanna Vocke aus Nürnberg auf Seite 304. Beethoven zitiert aus Friedrich Schillers "Don Carlos".

Schmidt-Görg, Joseph: Ein Schiller-Zitat Beethovens in neuer Sicht, 1980, in: Musik, Edition, Interpretation: Gedenkschrift Günter Henle, München: Henle, 1980, S. 423



"Die Wahrheit ist vorhanden für den Weisen, Die Schönheit für ein fühlend Herz. Sie beyde gehören für einander."

Eintrag in das Stammbuch von Lorenz von Breuning, Wien, 1. Oktober 1797. Auch verwendet von Matthias Koch im Stammbuch Beethovens im Jahre 1792. Ein Zitat aus Friedrich Schillers "Don Carlos".

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 7



"Kraft ist die Moral der Menschen, die sich vor andern auszeichnen,"

Beethoven an Nikolaus Zmeskall, Wien, um 1798 (BGA 35).

Cambridge, Fitzwilliam Museum



"denn was nicht zu ändern ist, darüber kann man sich nicht zanken."

Beethoven an Nikolaus Zmeskall, Wien, 24. März 1799 (BGA 41).

Tokio, Privatbesitz



"das glück ist kugelrund und fällt daher natürlich nicht immer auf das edelste, das beste"

Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Bonn, Wien, 29. Juni 1801
(BGA 65).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 17



"o es ist so schön das Leben tausendmal leben -"

Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Bonn, Wien, 16. November 1801 (BGA 70).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 18



"emphelt euren Kindern Tugend, sie nur allein kann glücklich machen, nicht Geld,"

Beethoven an seine Brüder Kaspar Karl und Johann van Beethoven ("Heiligenstädter Testament"), Heiligenstadt, 6. und 10. Oktober 1802 (BGA 106).

Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek, ND VI 4281



"warum den Augenblick nicht ergreifen, da er so schnell verfliegt"

Beethoven an Marie Bigot de Morogues, Wien, 4. März 1807 (BGA 271).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H.C. Bodmer, HCB BBr 108



"alle ächte Empfindung ist ein moralischer Fortschritt."

Zugeschrieben. Dieses Zitat ist einem Brief Bettina Brentanos (später verheiratet von Arnim) an Johann Wolfgang von Goethe vom 28. Mai 1810 entnommen. In diesem schildert sie ihre Eindrücke von Beethoven und legt ihm oben genannte Worte in den Mund - es ist also zweifelhaft, ob Beethoven sich wirklich in dieser Weise äußerte.

Arnim, Bettina von: Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, Band 2, Berlin: 1835, S. 197



"Lerne Schweigen o Freund. Dem Silber gleichet die Rede aber zu rechter Zeit Schweigen ist lauteres Gold."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Hierbei handelt es sich um ein Zitat von J. G. Herder: Das Schweigen, aus: Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammelt, erstmals veröffentlicht in: Zerstreute Blätter, vierte Sammlung, Gotha 1792, S. 11; danach mehrfach nachgedruckt, siehe auch: Herders poetische Werke, hrsg. v. Carl Redlich in: Sämmtliche Werke, Bd. XXVI/2, Berlin 1882, S. 374.
Beethoven hat dazu den Kanon WoO 168 Nr. 1 "Das Schweigen" komponiert.
Auch in weiterer Literatur wird das Zitat erwähnt, u. a. in: Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, S. 26.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 31



"Ein gutes Wort findet gut statt."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Hierbei handelt es sich um ein Sprichwort, siehe Franz von Lipperheide, Hg., Spruchwörterbuch, Berlin, 1907, S. 1033, zweite Spalte: "Gutes Wort findet gute Statt".

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 42



"Und regneten die Wolken Lebensbäche, nie wird
der Weidenbaum dir Datteln tragen verschwende
nicht die Zeit mit schlechten Menschen, gemeines
Rohr wird nie dir Zucker geben. Kannst du ein
gutes Schwert aus weichem Tohn dir schmieden,
aendert von Menschen gepflegt je sich
des Wolfes Natur, ists nicht einerley dem der
hier auf salzigem Boden Distel und Dornen
erzieht, Blumen den Garten verleiht?
Also verschwende du dir nicht Saamen und
köstliche Wartung. Böses dem Guten und
Gutes dem Bösen erzeigen ist Eins."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Hierbei handelt es sich um ein Zitat von J. G. Herder: Verschwendete Mühe, in: Zerstreute Blätter, vierte Sammlung, Gotha 1792, S. 27; Sämmtliche Werke, Bd. XXVI/2, S. 380 (vgl. Kommentar zu Eintrag Nr. 5).

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 31-32



"Der Haß dehnt sich selbst zurück auf diejenigen, die ihn hegen."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Hierbei handelt es sich um ein Sprichwort, gewöhnlich in der Formulierung das "Böse" statt "Haß" gebraucht; in der vorliegenden Version allerdings nicht nachzuweisen.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 42



"Ruhe und Freyheit sind die größten Güter."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Wahrscheinlich ein Zitat eines antiken Autors.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Aufl., 2005, S. 89



"Man muß was sein, wenn man was scheinen will."

Zugeschrieben. Dieses Zitat entstammt einem Brief Beethovens an Bettina Brentano (später verheiratet von Arnim) von August 1812. Die Authentizität dieses Briefes ist jedoch zweifelhaft: Von den drei Briefen Beethovens an Bettina ist lediglich zu dem vom 10. Februar 1811 ein Autograph überliefert.

Original nicht bekannt, zitiert nach Thayer, Alexander Wheelock: Ludwig van Beethovens Leben. Band 3, Berlin: 1879, S. 329.



"Gegen alle Menschen äußerlich nie die Verachtung merken lassen, die sie verdienen denn man kann nicht wissen wo man sie braucht"

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 43



"Das Beste an dein Uibel nicht zu denken ist Beschäftigung."

In sein Tagebuch, 1812-1818.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 32



"auch das glänzendst Talent kann durch Gewohnheit verliehren."

Beethoven an Erzherzog Rudolph, Wien, vielleicht Januar 1813 (BGA 618).

Wien, Gesellschaft der Musikfreunde, A 84/52



"mit Muth - gewinnt man allenthalben, wenn er gerecht ist."

Beethoven an Gräfin Marie Erdödy in Jedlesee, Baden, am oder kurz nach dem 20. Juli 1815 (BGA 821).

Schweiz, Privatbesitz



"Rache übe ich nie aus; in Fällen, wo ich muß gegen andere Menschen handeln, thue ich nichts mehr gegen sie als was die Nothwendigkeit erfordert, mich vor ihnen zu bewahren, oder sie verhindert weiter Uebeles zu stiften."

Beethoven an Nannette Streicher, Mödling, 18. Juni 1818 (BGA 1260).

Original nicht bekannt; Text nach TDR IV, S. 509 ff. (Nr. 59)



"Man sagt die Kunst sey lang, kurz das Leben – Lang' ist das Leben nur, kurz die Kunst; Soll unß ihr Hauch zu den Göttern heben – So ist er eines Augenblickes Gunst"

In das Konversationsheft 9, Blatt 11r, ca. 11.-14. März 1820 (BKh 1, S. 326).

Vgl. Hippokrates, Aphorismen: "Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang"; Goethe, Faust I, I (Wagner): 'Ach Gott! die Kunst ist lang! | Und kurz ist unser Leben.' - Beethovens Anführungszeichen lassen auf ein Zitat aus einer bisher nicht ermittelten Quelle schließen.

Berlin, Deutsche Staatsbibliothek, Nr. 8



"ich bin wie allzeit ganz meinen Musen ergeben u. finde nur darin das Glück meines Lebens, u wirke u. Handle auch für andre, wo ich kann;"

Beethoven an Ferdinand Ries in London, Wien, 6. Juli 1822 (BGA 1479).

Cambridge, Fitzwilliam Museum



"ich wünsche ihnen allen guten Erfolg ihrer Bemühungen für die Kunst, sind es diese u. wissenschaft doch nur, die unß ein höheres Leben andeuten u. hoffen laßen."

Beethoven an B. Schott's Söhne in Mainz, Baden, 17. September 1824 (BGA 1881).

Mainz, Stadtbibliothek, Hs III 71, Nr. 4



"Verloren ist jeder [Tag], an dem wir nicht etwas Nützliches erlernt haben. Der Mensch besitzt nichts edleres und kostbareres, als die Zeit; darum verschiebe nie auf morgen, was du heute zu thun vermagst."

Ludwig van Beethoven's Studien im Generalbass, Contrapunkt und in der Compositionslehre: mit Beethoven's Portrait und Facsimile nebst anderen artistischen Beilagen, aus dessen handschriftlichem Nachlasse gesammelt und hrsg. von Ignaz von Seyfried, zweite revidirte und im Text vervollständigte Ausgabe, von Henry Hugo Pierson, (Edgar Mannsfeldt), Leipzig; Hamburg; New York, NY: Schuberth, 1853, S. 81



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