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Kollage
 
 

Liebe

 

"warum giebt es keine Sprache die das Ausdrücken kann was noch weit über Achtung - weit über alles ist - was wir noch nennen können - o wer kann Sie aussprechen, und nicht fühlen daß so viel er auch über Sie sprechen möchte - das alles nicht Sie - erreicht - - nur in Tönen"

Beethoven an Gräfin Josephine Deym, Wien, erstes Viertel 1805 (BGA 214).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H.C. Bodmer, HCB BBr 84, Anlage f



"Lange - Lange - Dauer - möge unsrer Liebe werden - sie ist so edel - so sehr auf wechselseitige Achtung und Freundschaft gegründet. - selbst die große Ähnlichkeit in so manchen sachen, im denken und empfinden - o sie laßen mich hoffen, daß ihr Herz lange - für mich schlagen werde - das meinige kann nur - auhören - für sie zu schlagen - wenn - es gar nicht mehr schlägt - geliebte J. leben sie Wohl - Ich hoffe aber auch - daß sie durch mich ein wenig glüklich werden - sonst wär ich ja - eigennüzig"

Beethoven an Gräfin Josephine Deym, Wien, März/April 1805 (BGA 216).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H.C. Bodmer, HCB BBr 88



"Nur liebe – ja nur Sie. Vermag dir ein glücklicheres leben zu geben – o Gott – laß mich sie – jene endlich finden – die mich in Tugend bestärkt – die mir erlaubt mein ist -"

Aufzeichnungen aus dem Sommer 1807.

Briefwechsel: Gesamtausgabe, hrsg. von Sieghard Brandenburg, Bd. 1, München:
G. Henle, 1996, S. 320




"Sinnlicher Genuß ohne Vereinigung der Seelen ist und bleibt viehisch, nach selben hat man keine Spur einer edlen Empfindung vielmehr Reue."

Offenbar Beethovens Auslegung einer Textstelle aus Plutarchs Moralia: "Denn Genuß ohne Liebe zweckt, so wie Hunger und Durst, nur auf Befriedigung der Begierden ab, und erreicht nie etwas edles und großes". "Ueber die Liebe" in Plutarchs moralische Abhandlungen in der Übersetzung von Kaltwasser, Bd. VI (1795), S. 245.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 87



"Der Thränen aerndten will muß Liebe säen."

Aus Friedrich Schillers "Wilhelm Tell", Akt VI, Szene 1. Beethoven zitiert nach der Ausgabe Sämmtliche Werke, Bd. VI, Wien 1810, S. 343.

Beethovens Tagebuch: 1812-1818, hrsg. von Maynard Solomon, Bonn: Beethoven-Haus, 2. Auflage, 2005, S. 83



"die Liebe fordert alles und ganz mit Recht, so ist es mir mit dir, dir mit mir"

Beethoven an eine unbekannte Adressatin ("Brief an die Unsterbliche Geliebte"), Teplitz, 6./7. Juli 1812 (BGA 582).

Berlin, Staatsbibliothek, Mus. ep. autogr. Beethoven 127



"Ist es nicht ein wahres HimmelsGebaüde unsre Liebe – aber auch so fest, wie die Veste des Himmels."

Beethoven an eine unbekannte Adressatin ("Brief an die Unsterbliche Geliebte"), Teplitz, 6./7. Juli 1812 (BGA 582).

Berlin, Staatsbibliothek, Mus. ep. autogr. Beethoven 127



"leben kann ich entweder nur ganz mit dir oder gar nicht,"

Beethoven an eine unbekannte Adressatin ("Brief an die Unsterbliche Geliebte"), Teplitz, 6./7. Juli 1812 (BGA 582).

Berlin, Staatsbibliothek, Mus. ep. autogr. Beethoven 127



"ewig dein / ewig mein / ewig unß"

Beethoven an eine unbekannte Adressatin ("Brief an die Unsterbliche Geliebte"), Teplitz, 6./7. Juli 1812 (BGA 582).

Berlin, Staatsbibliothek, Mus. ep. autogr. Beethoven 127



"alles schöne an ihreFrau - leider habe ich keine, ich fand nur eine, die ich wohl nie besizen werde, bin aber deswegen kein weiberfeind"

Beethoven an Ferdinand Ries in London, Wien, 8. Mai 1816 (BGA 933).

Dieser Satz wird gewöhnlich als eine Anspielung auf Beethovens Liebesverhältnis zur "Unsterblichen Geliebten" verstanden.

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 197



"Oft wiederholend und bis noch kurz vor seinem Ende hatte er gegen meine Mutter es ausgesprochen: daß er es sehr bedauere, nicht geheirathet zu haben. – Aber wahrhaftig nur eine Frau von ganz besonderer Herzens- und Geistesbefähigung, wie sie nur selten, aber – doch zu finden, hätte einen Beethoven glücklich machen können. Eine Frau hätte es sein müssen, welche seinen genialen Flug verstanden, und, ohne seine oft sinkenden Schwingen mit Alltags-Ballast mehr noch zu gewichtigen, ihn weiblich leitend – in des Wortes weiblich-anziehendster Bedeutung – gegen die ihn störende rücksichtslose Außenwelt zu wahren verstanden hätte; etwa: 'ein Engel Leonore'."

Zugeschrieben. Gerhard von Breuning gibt Beethovens Aussagen über die Ehe wieder.

Breuning, Gerhard von: Aus dem Schwarzspanierhause: Erinnerungen an L. van Beethoven aus meiner Jugendzeit; mit einem bisher unveröffentlichten Portrait-Medaillon Beethoven's nach Horneman vom Jahre 1802 und einer Ansicht des Schwarzspanierhauses, Wien: L. Rosner, 1874, S. 32



"Da ich ihn einmal mit der Eroberung einer schönen Damen neckte, gestand er, die habe ihn am stärksten und längsten gefesselt – nämlich sieben volle Monate."

Zugeschrieben. Ferdinand Ries berichtet von dieser angeblichen Äußerung Beethovens.

Wegeler, Franz Gerhard; Ries, Ferdinand: Biographische Notizen über Ludwig van Beethoven, Nachtrag zu den biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven, hrsg. von der Ferdinand Ries-Gesellschaft … [Nachdruck der Ausgaben Koblenz 1838 und 1845], Bonn, 2012, S. 117



"Was ihn beträfe, so habe er noch keine Ehe gekannt, von welcher nach einiger Zeit nicht das Eine oder Andere den Schritt bereut hätte; – und von einigen Mädchen, welche er in früheren Zeiten zu besitzen als das größte Glück erachtet hätte, habe er in der Folge eingesehen, daß er sehr glücklich sei, daß keine derselben seine Frau geworden sei, und wie gut es sei, daß die Wünsche oft nicht erfüllt werden."

Zugeschrieben. Fanny Giannattasio schreibt in ihrem Tagebuch über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28 f.



"Meine Schwester machte auch die Bemerkung, daß er seine Kunst immer mehr lieben würde als seine Frau. – daß, erwiederte er, wäre auch in der Ordnung; auch daß er eine Frau nicht lieben könnte, welche seine Kunst nicht zu würdigen verstände."

Zugeschrieben. Fanny Giannattasio schreibt in ihrem Tagebuch über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28 f.



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