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Kollage
 
 

Über sich selbst

 

"mein Vaterland die schöne gegend, in der ich das Licht der Welt erblickte, ist mir noch immer so schön und deutlich vor meinen Augen, als da ich euch verließ, kurz ich werde diese Zeit als eine der glüklichsten Begebenheiten meines Lebens betrachten, wo ich euch wieder sehen und unsern Vater Rhein begrüßen kann."

Beethoven an Franz Gerhard Wegeler in Bonn, Wien, 29. Juni 1801 (BGA 65).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung Wegeler, W 17



"Fürst, was Sie sind, sind Sie durch Zufall und Geburt, was ich bin, bin ich durch mich; Fürsten hat es und wird es noch Tausende geben; Beethoven gibt's nur einen ec."

Beethoven an Fürst Karl Lichnowsky, Grätz, Ende Oktober 1806 (BGA 258).

Original nicht bekannt; Text nach Franz Xaver Boch, Aus Beethoven's Leben, in: Wiener Deutsche Zeitung, Morgenblatt, vom 31.8.1873



"ich kenne keine andern Vorzüge des Menschen, als diejenigen, welche ihn zu den besseren Menschen zählen machen; wo ich diese finde, dort ist meine Heimath."

Beethoven an Emilie M. in Hamburg, Töplitz, 17. Juli 1812 (BGA 585).

Original nicht bekannt; Text nach dem Erstdruck: Thayer III, S. 205. Dort lautet die Quellenangabe: "Mitgetheilt von Herrn Matthias Sirk aus Gratz in Steiermark".



"denn ich vergesse lieber, was ich mir schuldig als was ich andern schuldig bin"

Beethoven an Nannette Streicher, Nußdorf, nach dem 7. Juli 1817
(BGA 1139).

Original nicht bekannt; Text nach TDR IV, S. 494 (Brief Nr. 22)



"Es fällt etwas Schwer ihn zu enträthseln, ich versichere Sie auf meine Ehre, welche mir nächst Gott das Höchste ist, daß ich Stein. nie aufgefordert, Bestellungen für mich anzunehmen,"

Beethoven an Carl Friedrich Peters in Leipzig, Wien, 26. Juni 1822
(BGA 1473).

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H.C. Bodmer, HCB BBr 37



"Wäre ich nur in London, was wollte ich für die philharmonische Gesellschaft Alles schreiben! Denn Beethoven kann schreiben, Gott sei Dank, sonst freilich nichts in der Welt."

Beethoven an Ferdinand Ries in London (Fragment), Wien, 20. Dezember 1822 (BGA 1517).

Original nicht bekannt; Text nach dem Erstdruck in Wegeler/Ries S. 154, unvollständig.



Anton Schindler berichtet: "Am Neujahrstage 1823 sassen Beethoven, dessen Neffe und ich eben am Mittagstische, als dem Meister eine Neujahrskarte von seinem im Nachbarhause wohnenden Bruder eingehändigt wurde, gez.: 'Johann van Beethoven - Gutsbesitzer.' Beethoven schrieb alsogleich rückwärts darauf: 'Ludwig van Beethoven - Hirnbesitzer', und schickte sie sofort an den Gutsbesitzer zurück."

Zugeschrieben. Die Authentizität dieses Ausspruchs darf angezweifelt werden, da er von der Feder Anton Schindlers, eines frühen Beethoven-Biographen, stammt. Schindler kannte Beethoven in dessen letzten Lebensjahren und versuchte, vom Ruhm des Meisters zu profitieren, indem er sich zum einzig authentischen Berichterstatter über Beethovens Leben aufschwang und selbst von Begebenheiten Zeugnis gab, die er unmöglich miterlebt haben konnte.

Schindler, Anton: Biographie von Ludwig van Beethoven: mit dem Portrait Beethoven's und zwei Facsimiles, Erstausgabe, Münster: Aschendorff, 1840, S. 121



"u. es wird nie bey mir heißen: Veritas odium parit."

Beethoven an Johann Wolfgang von Goethe in Weimar, Wien, 8. Februar 1823 (BGA 1562). Die Übersetzung lautet: "Wahrheit erzeugt Haß", nach Terenz, Andria, I.i.41 ("obsequium amicos veritas odium parit").

Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv, GSA 33/54



"'Nun soll ich,' sagte Beethoven, 'täglich um halb 4 Uhr zu Hause sein, mich etwas besser anziehen, für den Bart sorgen u. s. w. – Das halt' ich nicht aus!'"

Zugeschrieben. Wegeler berichtet von dieser angeblichen Äußerung Beethovens, die sich auf ein Mittagessen bezieht, das um 16:00 Uhr stattfinden sollte.

Wegeler, Franz Gerhard; Ries, Ferdinand: Biographische Notizen über Ludwig van Beethoven, Nachtrag zu den biographischen Notizen über Ludwig van Beethoven, hrsg. von der Ferdinand Ries-Gesellschaft … [Nachdruck der Ausgaben Koblenz 1838 und 1845], Bonn, 2012, S. 33



"Von Schauspielern äußerte er einmal: daß dies Leben, dies Rollenspielen im Leben, ihm nicht zusage oder gefalle."

Zugeschrieben. Fanny Giannattasio schreibt in ihrem Tagebuch über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28



"Einmal sagte er uns: er sei mit Sprüchwörtern erzogen worden"

Zugeschrieben. Fanny Giannattasio schreibt in ihrem Tagebuch über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28



"Ich lege viel zu wenig Werth auf mich, um es zu sein!"

Zugeschrieben. Angeblich auf die Frage, ob er noch böse sei.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28



"Jede art gebundenes Verhältniß beim Menschen, so sagte er, sei ihm unangenehm."

Zugeschrieben. Fanny Giannattasio schreibt in ihrem Tagebuch über diese angebliche Äußerung Beethovens.

Giannattasio del Rio, Fanny: Aus Beethovens spätern Lebensjahren: 1. Mittheilungen aus einem Tagebuch, 1857, in: Die Grenzboten, 16 (1857), 1. Semester, 2. Band, S. 28 f.



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