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Mach dir deine Musik
Kulturrucksack NRW 2013

 So lautete die Einladung zu einem Wochenendworkshop für junge Menschen ab 12 Jahren, der am 21./22. September 2013 im Rahmen der von der Stadt Bonn und dem Land geförderten Initiative "Kulturrucksack NRW" stattfand. Neun Kinder zwischen (knapp) 12 und 13 Jahren folgten der Einladung, im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses in die Fußstapfen des großen Komponisten zu treten und unter Anleitung eines Profis (Gabriel Denhoff) selbst Musik zu "komponieren". Das Ziel war ein zusammen erarbeiteter eigener Song. Jeder hatte seine eigene Lieblingsmusik mitgebracht, aus der ein gemeinsamer stilistischer Nenner gefunden wurde. Viele Teilnehmer kamen mit ihren Instrumenten.

Zunächst wurde Material gesammelt, um daraus die musikalische Basis entstehen zu lassen. Diese bestand nicht nur aus Rhythmen und Klängen, die von den Teilnehmern über einen Sampler und einen Synthesizer eingespielt wurden, sondern auch aus Musikschnipseln von Beethoven. Das Producerteam hatte die Wahl zwischen den Anfängen aus Beethovens 8. Sinfonie, seinem f-Moll Streichquartett, dem Geistertrio, der Klaviersonate op. 79, dem Schlusssatz aus dem Violinkonzert oder dem letzten Satz der 7. Sinfonie. Als Favoriten wurden dann der Anfang der Klaviersonate op. 79 und der Schlusssatz des Violinkonzerts ausgewählt und verarbeitet.

Die Teilnehmer steuerten aber auch selbst auf Cello, Bratsche, Gitarre, Klarinette, Trompete und zwei Kunststoff-Bechern kleine Improvisationen, Rhythmen und Gegenstimmen bei. In zwei Gruppen machten sie sich dann Gedanken zum Text, der nach Wunsch der Kulturrucksack-Initiative von der/ihrer Zukunft handeln sollte. Man einigte sich auf Englisch als Sprache und schuf aus notierten Stichworten – Armut, Reichtum, Job, Frieden, Natur etc. – gemeinschaftlich den Chorus und die Verses. Schließlich versuchte die Gruppe, geführt von ihrem Profi-Produzenten, Melodien zu ihren Texten zu finden.
Mit viel Material ging es dann am zweiten Tag weiter, wo man in den Räumen der Radiowerkstatt Bonn (hinter der Stiftskirche) zu Gast war. Hier wurden die am Vortag gefundenen Melodien aufgefrischt und eingesungen. Dann wurde geschnitten, abgemischt, gemastert, abgehört und schließlich gebrannt. So konnte jeder den gemeinsamen Song gleich mit nach Hause nehmen – auf dass er (und die Beethoven-Zitate) bei den Jung-Produzenten und ihren Familien zu einem Ohrwurm werde!

What is gonna change