Erhaben, kurios oder modern

Beethoven-Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts

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1950 - 2000

Die Zeit der Experimente - II

Klaus Kammerichs' Beethoven-Denkmal trug bei seiner ersten öffentlichen Präsentation noch nicht den heutigen Titel "Beethon". Vielmehr wurde es ursprünglich als "Mythos Beethoven" bezeichnet. Es ist also von vornherein mit dem Ansatz entstanden, die Problematik im heutigen Umgang mit Beethoven ins Bild zu setzen.

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Klaus Kammerichs: Frontansicht des Beethoven-Denkmals vor der Bonner Beethoven-Halle (1986)

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Klaus Kammerichs: Rückansicht des Beethoven-Denkmals vor der Bonner Beethoven-Halle (1986)

Die Geschichte der Beethoven-Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts spiegelt nicht nur die Entwicklung einer Kunstgattung wider, sondern sie steht in engster Verbindung mit der Art, wie sich die Verehrung für Ludwig van Beethoven in den verschiedenen Epochen äußerte. Alle Denkmalsprojekte werfen zugleich ein Licht auf die generelle Einstellung, die eine breitere Öffentlichkeit Beethoven gegenüber einnahm.

Die Tatsache, daß die ersten Bemühungen um ein Denkmal für den Komponisten bereits wenige Jahre nach Beethovens Tod unternommen wurden und daß bis in die Gegenwart hinein immer wieder Beethoven-Denkmäler entworfen und errichtet werden, zeigt einerseits die nach wie vor ungebrochene Ausstrahlung des Komponisten und seiner Musik. Andererseits enthüllt sie auch, wie groß das allgemeine Bedürfnis war und ist, einen herausragenden Künstler durch ein öffentlich präsentiertes Bildwerk zu ehren. Man darf deshalb heute schon darauf gespannt sein, wie das dritte Jahrtausend "seine" Monumente für Beethoven gestalten wird.

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Klaus Kammerichs: Seitliche Ansicht des Beethoven-Denkmals vor der Bonner Beethoven-Halle (1986)

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