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"Sinfonia Eroica" und "Appassionata"
Fasziniert und beeindruckt von den Idealen Napoleon
Bonapartes plante Beethoven, ihm eine Sinfonie zu widmen. Als sich Napoleon
1804 jedoch selbst zum Kaiser krönte, brach sich die Enttäuschung über dessen
Selbstherrlichkeit Bahn: auf dem Titelblatt der überprüften Abschrift radierte
der Komponist den Namen so heftig aus, dass ein Loch entstand. Die 3. Sinfonie
erschien schließlich mit einer Widmung an Beethovens Mäzen Fürst Lobkowitz und
dem allgemeinen Titel "Sinfonia Eroica composta per festeggiare il sovvenire di
un grand Uomo".
Die Klaviersonate op. 57 ist eines der energischsten
Klavierwerke Beethovens. Der Beiname stammt allerdings nicht vom Komponisten,
sondern findet sich erstmals 1838 als Titel auf einer Übertragung für Klavier
vierhändig – da die Assoziation ("leidenschaftlich") sehr gut passte, verband
sich der Name untrennbar mit dem Werk. Die mit Beethoven gut befreundete
Pianistin Marie Bigot spielte die Sonate 1806 aus der Handschrift, die
Beethoven ihr später zum Geschenk machte.
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