Die Macht der Musik

Das kulturelle Leben im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan

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Das provisorische Kriegsgefangenenlager im Tempel in Marugame

Die ca. 4700 transportfähigen Kriegsgefangenen (unter ihnen befand sich auch die 400 Mann starke österreichisch-ungarische Schiffsbesatzung der "Kaiserin Elisabeth") wurden mit drei Frachtdampfern nach Japan verschifft, die Reise dauerte je nach Zielort drei bis vier Tage. Da man damit rechnete, dass der Krieg - und damit auch die Internierung - nicht lange dauern würde, wurden die Kriegsgefangenen in Behelfslagern wie öffentlichen Bauten und Tempeln untergebracht. Eines dieser Tempellager war in Marugame, zwei weitere Lager befanden sich in Matsuyama und in Tokushima.


Pläne der drei Vorgängerlager


Die Fotos zeigen das Tempelgelände und die traditionellen japanischen Räume, die mit Tatami (Reisstrohmatten) ausgelegt waren, und als Schlaf-, Wohn- und Essplatz zugleich dienten.


Ansicht des Tempelgeländes



Tempellager Marugame bei Tage (1. v.r.: Rechtsanwalt Rudolf Mahnfeldt, der
Einführungen zu verschiedenen Konzerten schrieb, 2. v.r.: Heinrich Thies)



Nachtruhe: Man schlief auf Reisstrohmatten auf dem Boden, die Möbel
wurden unter die Decke gezogen.


Da die Gefangenen nicht arbeiten mussten, konnten sie sich körperlich und geistig betätigen. Es gab Schauturnen, Konzerte der Marugamer Musikkapelle unter Leitung des Violinisten Paul Engel und Kammermusikabende.


Sportveranstaltung im Tempellager Marugame



Marugamer Musikkapelle unter Leitung des Geigers Paul Engel

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