Ludwig van Beethoven
33 variations on a waltz by Anton Diabelli, op. 120

The original manuscript of the Diabelli Variations

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Bilder 1 bis 6

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Das erste Blatt gehörte ursprünglich nicht zum Manuskript und ist nicht in die Paginierung miteinbezogen. Es wurde nachträglich an das Vorsatzblatt angeheftet. Es enthält das Thema des Verlegerkomponisten Anton Diabelli, das nicht nur aus einer Melodie, sondern aus einem vollständigen musikalischen Satz besteht, sowie Skizzen zu den Variationen 2 und 23 aus dem Jahre 1819. Die auf den zunächst frei gebliebenen Notenzeilen 3, 6 etc. notierten Skizzen hat Beethoven später wieder gestrichen. Rote Tinte hat Beethoven selten verwendet.




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Das erste Blatt der eigentlichen Handschrift enthält die 1. Variation. Sie ist sehr sorgfältig und sauber notiert. Beethoven wollte offenbar unbedingt eine Reinschrift anlegen, die später als Vorlage für den Stecher des Erstdrucks oder für einen Kopisten problemlos lesbar sein sollte. Wie sich zeigen wird, konnte der Komponist diesen Vorsatz nur bedingt umsetzen, zu groß war seine Spontaneität und zu rigoros sein Ringen um eine optimale Endfassung.




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Seite 4 zeigt links eine Eintragung in roter Tinte "x nach london". Sie bezieht sich auf eine Korrektur im nebenstehenden 1. Takt, die auch in einer Abschrift nachzutragen war, die als Stichvorlage nach London geschickt werden sollte (Beethoven-Haus, HCB Mh 55). Zusätzlich hat er diese späten Korrekturen in einer Korrekturliste verzeichnet, die er in einem Skizzenbuch notiert hat (Beethoven-Haus, HCB Mh 60, Bild 20-22).




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Besonders viel Mühe hatte Beethoven mit der 14. Variation. In der Mitte des Blattes notierte Beethoven am Beginn der Variation: "N[ota]b[ene]: Var: 14 folgendermaßen bey den sich gleichenden Stellen die Untereinandersezung der Note" (betr. Doppelpunktierung mit 32tel bzw. 64tel). Er schrieb dann zunächst über drei Seiten die erste Fassung dieser Variation nieder. Damit nicht zufrieden überklebte er die untere Hälfte der S. 29 mit einem Papierstreifen, den er mit rotem Siegellack fixierte.




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Auch Seite 30 hat er komplett überklebt. Das neue Blatt bietet den Rest der Endfassung der 14. Variation.




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Da Beethoven die zweite Fassung enger schrieb, blieb nun auf S. 31 der ursprüngliche Schluss der ersten Fassung als Überhang stehen. Er wurde mit Bleistift in schwungvollen Kreisen gestrichen und durch eine "Vi=de"-Verweiszeichen als zu überspringen gekennzeichnet. Man kann die letzten fünf Takte in beiden Fassungen gut miteinander vergleichen. Die erste Fassung hatte Beethoven noch gar nicht vollständig ausgearbeitet, sowohl was den Notentext (siehe etwa Takt 1) als auch die noch komplett fehlende dynamische Auszeichnung anlangt. Auch das Wiederholungszeichen am Ende fehlt noch.



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